Film & Medienbuero Niedersachsen

Rundbrief


Empfehlungen zur Förderung audiovisueller Medien in Niedersachsen

Nach rund elf Monaten Arbeit legte jetzt im August 1999 eine unter Federführung der Niedersächsischen Staatskanzlei arbeitende Projektgruppe umfangreiche Empfehlungen zur Film- und Medienförderung vor. Die Projektgruppe setzte sich zusammen aus Vertreterinnen und Vertretern des Film & Medienbüros, des Beirates der NDR-Förderung, der LTS, des Kinobüros, der Film- und Fernsehproduzenten, der Landesmedienanstalt, des Wirtschaftsministeriums, des Ministeriums für Wissenschaft und Kultur und der Staatskanzlei.

Die Projektgruppe empfiehlt in ihrem Bericht ein Bündel von Maßnahmen, die nicht nur auf eine Optimierung der Filmförderung abzielen, sondern auch Vorschläge zur Aus- und Weiterbildung in Medienberufen, zur Stärkung der audiovisuellen Produktion und zur Nachnutzung des EXPO-Geländes enthalten. Kernstück ist die von der Projektgruppe vorgeschlagene Gründung einer Mediengesellschaft Niedersachsen. Eine Vielzahl der Empfehlungen kann auch unabhängig voneinander verwirklicht werden.

Das Volumen der Förderung sollte insgesamt deutlich (auf mindestens 20 Mio. DM pro Jahr) erhöht werden, damit Niedersachsen im Vergleich zu anderen Ländern wettbewerbsfähig bleiben kann; um dies zu realisieren, muss das Land finanzstarke Partner gewinnen.

Die bisher überwiegend kulturelle Filmförderung in Niedersachsen sollte neue (zusätzliche) inhaltliche Schwerpunkte setzen, durch eine stärker wirtschaftsorientierte Förderung audiovisueller Medien ergänzt werden und damit insgesamt eine mehr kulturwirtschaftliche Ausrichtung erhalten.

Innerhalb der Förderung sollte sich das Gewicht zwischen institutioneller und Projektförderung zu Gunsten der Letzteren verlagern; es sollten mehr als bisher Synergieeffekte genutzt und vorwiegend Projekte von überregionaler Bedeutung gefördert werden.

In Kontakten mit den übrigen norddeutschen Ländern sollte kurzfristig geprüft werden, ob die vom NDR vorgeschlagene Konzentration der Filmförderung in Norddeutschland Realisierungschancen hat; Vorteile einer solchen Lösung für Niedersachsen werden von der Projektgruppe derzeit allerdings skeptisch beurteilt.

Alternativ sollte die Gründung einer Mediengesellschaft Niedersachsen zusammen mit dem NDR (zwingend), der NORD/LB und möglichen weiteren Partnern (z. B. ZDF, RTL und SAT.1) geprüft werden; diese Lösung wird von der Projektgruppe favorisiert.

Zu den Aufgaben einer Mediengesellschaft Niedersachsen sollte nicht nur die Film- und Multimediaförderung gehören; vielmehr sollte eine solche Gesellschaft auch zentrale Servicefunktionen für Medienunternehmen wahrnehmen.

In Gesprächen mit dem NDR sollte sich die Landesregierung für ein insgesamt noch stärkeres Engagement in Niedersachsen (dem Land mit den mit Abstand meisten Gebührenzahlern) einsetzen; es sollten insbesondere mehr Produktionen in Niedersachsen realisiert, dort noch mehr Ausbildungsangebote geschaffen und schließlich der Anteil programmlicher Verantwortung des Landesfunkhauses weiter erhöht werden.

Zusammen mit dem Kommunalverband Großraum Hannover und der Landeshauptstadt sollte ein Konzept zur Stärkung des


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Osnabrück-Net Letzte Änderung: 6.10.1999